Nicht jede negative Google-Bewertung muss hingenommen werden. Erfahren Sie, welche Bewertungen löschbar sind, welche Wege zur Löschung führen und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Eine einzige negative Google-Bewertung kann potenzielle Kunden abschrecken – besonders, wenn sie auf falschen Behauptungen basiert oder von jemandem stammt, der nie Kunde war. Die gute Nachricht: Viele solcher Bewertungen verstoßen gegen Googles eigene Richtlinien oder deutsches Recht und können entfernt werden.
Grundsätzlich gilt: Nicht jede schlechte Bewertung kann gelöscht werden. Google schützt echte Meinungsäußerungen – auch wenn sie Ihrem Unternehmen schaden. Löschbar sind nur Bewertungen, die gegen Googles Richtlinien oder geltendes Recht verstoßen.
Fake-Bewertungen und fehlender Kundenkontakt sind der häufigste und erfolgversprechendste Löschgrund. Wenn der Verfasser nie Kunde bei Ihnen war, handelt es sich um eine gefälschte Interaktion.
Weitere Löschgründe nach Google-Richtlinien:
Fake-Bewertungen ohne Kundenkontakt haben mit Abstand die höchste Löschquote. Wenn Sie den Bewerter nicht in Ihrem System finden, ist das Ihr stärkstes Argument.
Unabhängig von Googles Richtlinien muss Google auch Bewertungen entfernen, die gegen deutsches Recht verstoßen – insbesondere üble Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB) und Schmähkritik (§ 185 StGB).
Echte Meinungsäußerungen sind durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt:
Kommentieren Sie eine Bewertung nicht, bevor Sie die Löschung versucht haben. Google wertet Ihren Kommentar als Bestätigung des Kundenkontakts – das erschwert die Löschung erheblich.
Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, eine Bewertung bei Google zu melden. Sie unterscheiden sich deutlich in Aufwand und Erfolgsquote.
Der einfachste, aber am wenigsten erfolgreiche Weg. Sie finden die Bewertung, klicken auf das Drei-Punkte-Menü und wählen "Als unangemessen melden".
Über das offizielle Management-Tool können Sie Bewertungen mit detaillierterer Begründung melden. Bei Ablehnung ist einmalig ein Einspruch möglich.
Schreiben Sie direkt an den Google-Support (support-deutschland@google.com) mit einer fundierten juristischen Begründung. Dieser Weg hat die höchste Erfolgsquote.
Das offizielle Formular eignet sich besonders bei strafrechtlich relevanten Inhalten.
In der Praxis empfiehlt sich eine Eskalationsstrategie: Starten Sie mit Weg 2, eskalieren Sie bei Ablehnung zu Weg 3.
Nicht jede negative Google-Bewertung muss hingenommen werden. Fake-Bewertungen, Beleidigungen und unwahre Behauptungen können entfernt werden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Einschätzung, der fundierten Begründung und der Wahl des passenden Meldewegs.
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